Am nächsten Morgen ging es dann nach einer atemberaubenden Fahrt hinauf zum Kawah Ijen.
Der Kawah Ijen ist durch seinen Schwefelabbau bekannt.Im Krater befindet sich ein 200 Meter tiefer Säuresee und auch ein mächtiges Fumarolenfeld.
Die Fumarolen förderen am Ijen täglich bis zu 10 Tonnen Schwefelgas.Die Gase werden durch ein Rohrsystem geleitet, das mit Wasser gekühlt wird. So lagert sich der Schwefel am Ende der Rohre in mächtigen Schichten ab. Der Abbau des Schwefels erfolgt dann auf einfachste Weise: Die Minenarbeiter brechen ihn mit Eisenstangen heraus und tragen ihn in Körben aus dem Krater - bis zur drei Kilometer entfernten Verladestation. Dort wird der Schwefel gewogen und verladen. Pro Ladung fördern die Schwefelarbeiter bis zu 70 kg Schwefel für den sie ca. 2,50 Euro bekommen. Mit viel Glück schaffen sie 2 Fuhren pro Tag.
Ankunft am Kawah Ijen und Ausgangsort für unsere Wanderung zum Gipfel 3,2km
zum Kratersee und Abbaugebiet geht es nur mit der super flotten Führung eines Arbeiters
auf dem Weg nach unten trafen wir mehrere Arbeiter die ihre Körbe mit dem abgebauten Schwefel ins Tal brachten
Felix auf dem Weg nach unten
mit den Gegenverkehr kann es ganz schön eng werden auf dem Abstieg
lose Steine überall und von einem Weg keine Spur
der erste Eindruck wenn man es bis unten geschafft hat
beißender Gestank nach faulen Eiern liegt in der Luft und brennt in den Augen und der Lunge, nicht besonders angenehm
der Schwefel, rot solange wie er flüssig ist und strahlendgelb wenn er erstarrt
Dank Alex waren wir vorbildlich mit Atemschutzmasken ausgestattet, die Arbeiter benutzen meistens nur ein feuchtes Tuch und sonst nix
Der Kratersee bildet mit seiner türkisen Farbe eine tollen Kontrast zu dem gelben Schwefel. Er hat eine Temperatur von ca 38 Grad oder mehr...
und ist einer der säurehaltigsten Seen der Welt
durch den Wind konnte man unten ohne Bedenken die Atemschutzmaske ablegen und mal richtig tief durchatmen
da mag man gar nicht an den Aufstieg denken, aber es hilft ja nix da muß man durch
wieder oben angekommen gab es noch ein Foto mit unserem Führer zum Kratersee.
Es war ein beeindruckendes Erlebnis und wir freuen uns darauf mit Susi und Philipp nochmals den Kawah Ijen zu bezwingen!!!